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Auf die Plätze fertig – tot! Beginn der Krötenwanderung

26.02.2014

Der Winter 2013/14 ist bislang praktisch ausgefallen. Die Vegetation und die Entwicklung der Natur ist bereits relativ weit fortgeschritten Mit den ersten richtig milden und feuchten Nächten ist damit zu rechnen dass Kröten, Frösche und Molche wie jedes Jahr in Massen zu ihren angestammten Laichgewässern wandern. Dort wo wir Menschen Straßen quer zu ihren Wanderungswegen gebaut haben, werden viele von ihnen "breitgefahren".

Besonders häufig trifft es Erdkröten. Sie leben während des Sommerhalbjahres im Wald, in Hecken und in naturnahen Gärten und erfüllen unter anderem als Schneckenvertilger eine sehr wichtige Funktion. Sie überwintern häufig in Kompost- und Reisighaufen sowie unter Laub und unter Baumstümpfen. Nur im Frühjahr treibt es sie zu ihren Laichgewässern um sich fortzupflanzen. Bei der Krötenwanderung wird besonders deutlich, wie Straßen die Lebensräume von Lebewesen zerschneiden und zerstören.

Folgende Straßenabschnitte in der Gemeinde Losheim am See kreuzen die angestammten Wanderungswege von Kröten und anderen Amphibien.

· die Verbindungsstraße von Losheim nach Waldhölzbach, in Höhe des Losheimer Weihers

· die B268 in Höhe des Stausees

· die Verbindungstraße von Bergen nach Britten in der Talaue nahe der Girtenmühle

· die Verbindungsstraße von Rimlingen nach Wahlen, unterhalb der Urwahlener Kapelle

· die Straße von Rissenthal in Richtung Hargarten, ab Ortsausgang Rissenthal

· die Straße von Bachem nach Hausbach, in Höhe des Bachemer Kammerforstes

In milden und regnerischen Frühlingsnächten sind aber auch auf anderen Straßen Kröten unterwegs. Ein Teil der Straßenabschnitte wird auch in der Gemeinde Losheim am See mit Krötenzäunen versehen um die Tiere zu fangen und über die Straße tragen zu können. Mitarbeiter der Gemeinde, Naturschutzbeauftragte, Freiwillige in den Ortsteilen und die BUND-Ortsgruppe tragen durch ihre Arbeit und ihr Engagement dazu bei, die schlimmsten Schäden zu verhindern. Dadurch werden seit rund 20 Jahren jährlich zwischen 1000 und 2000 Kröten, Frösche und Molche gerettet. Aber trotz Fangzäunen und Überwachung der Straßenabschnitte werden nach wie vor Tiere getötet, weil die Strecken nicht komplett überwacht und nicht komplett mit Fangzäunen versehen werden können. Neben dem direkten Tod durch Überfahren mit Autoreifen sterben wesentlich mehr Tiere durch den geschwindigkeitsabhängigen Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn.

Sie sollten als Autofahrer während dieser Zeit darauf Rücksicht nehmen und die betroffenen Straßenabschnitte mit sehr stark gedrosselter Geschwindigkeit durchfahren. Nehmen Sie dabei auch Rücksicht auf Helfer, die Krötenzäune aufbauen und die Kröten über die Straße tragen. Das gilt vor allem in den Morgen- und Abendstunden.

 

 

 

 


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