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Bürgermeister Lothar Christ


Staatssekretär Jürgen Barke

Vereinigung Losheimer Unternehmen -VLU- und Gemeinde Losheim am See - Neujahrsempfang

05.02.2014

Vereinigung Losheimer Unternehmen -VLU- und Gemeinde Losheim am See hatten zum gemeinsamen Neujahrsempfang in den Saalbau eingeladen

Mit einem Zitat von Mahatma Gandhi "Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun“ eröffnete der Vorstandssprecher Norbert Heinz die Veranstaltung. Dabei gab er seiner Freude Ausdruck, eine große Anzahl von Gästen, zu denen die Vertreter der Mitgliedsbetriebe der VLU, des Wirtschaftsforums der Gemeinde sowie die Vertreter aus der Politik und des öffentlichen Lebens gehörten, begrüßen zu können. Sein besonderer Willkommensgruß galt Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke, MDL Stefan Palm, Bürgermeister Lothar Christ, Bürgermeister a.D. und Vorsitzender des Krankenhausfördervereins Raimund Jakobs sowie den anwesenden Kreistags- und Gemeinderatsmitgliedern sowie Ortsvorstehern.

Er begrüßte darüber hinaus die VLU-Hausband, die Mitglieder von Sir Henry´s Jazz-Band, die traditionell zum Neujahrsempfang aufspielen.

Ein Dankeschön galt den Sponsoren der Veranstaltung, der Sparkasse Merzig-Wadern, vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Frank Jakobs, der Volksbank Untere Saar, vertreten durch Vorstandsvorsitzenden Bernd Mayer, der Bank 1 Saar, vertreten durch Regionaldirektor Andreas Valentin sowie den Technischen Werken der Gemeinde Losheim am See, vertreten durch den Geschäftsführer Josef Theil. Dank sagte er auch dem Geschäftsleiter des Globus SB Warenhauses, Peter Müller, für die Übernahme der Beköstigung.

Auch Bürgermeister Lothar Christ stellte seiner Begrüßungsansprache zum Neujahrsempfang ein Zitat des deutsch-schweizerischen Schriftstellers und Schauspielers Curt Goetz voran. „Man soll die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte auch dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte“.

Dabei gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass alle, die zum Empfang erschienen waren, zur gemeinsamen Bewältigung der vor uns liegenden Aufgaben im Neuen Jahr mitbeitragen und im Sinne einer positiven zukünftigen Entwicklung unsere Kommune Losheim am See gestalten und weiter voran bringen werden.

Rückblickend führte er aus, dass 2013 für die Gemeinde Losheim am See kein schlechtes Jahr war, es wurde investiert und die Wirtschaft entwickelte sich in ihrer Gesamtheit recht ordentlich. Als Indikator eines positiven wirtschaftlichen Verlaufs nannte er einen nochmaligen Anstieg der Gewerbesteuereinnahmen auf 4,8 Millionen Euro. Auch von solider und umsichtiger gemeindlicher Finanz- und Haushaltspolitik konnte er berichten. Trotz kontinuierlicher Investitionen werden nur geringe Kassenkredite zur kurzfristigen Liquiditätssicherung benötigt. Dass eine solide Finanz- und Wirtschaftspolitik nicht immer belohnt wird, machte er beispielhaft an dem Weniger an Schlüsselzuweisungen für das Jahr 2014 fest.

Sorge bereiten der Gemeinde, wie Lothar Christ weiter ausführte, die industriellen Betriebe. So sind die Mitarbeiter von Ela Tech bereits nach Wadern-Büschfeld verlagert worden, wenn auch in der Lackiererei in Losheim noch gearbeitet wird. Hier drückte er seine Hoffnung aus, dass die leerstehenden Hallen möglichst bald mit neuem Leben erfüllt werden.

Ein weiteres wichtiges Thema in der Gemeinde wird die Entwicklung und damit auch einhergehend die Standortgarantie bei Homanit sein. Deutlich steigende Rohstoff- und Energiekosten werden die künftigen Entscheidungen bei Homanit wesentlich mit beeinflussen. Die Gemeinde will durch die Sanierung und Sicherung des Schienenverkehrs mit Hilfe des Landes, ohne die es, so die Worte des Bürgermeisters, nicht gehen wird, ihren infrastrukturellen Beitrag leisten.

Auf alle Fälle soll die Schienenstrecke für den Güterverkehr aufgewertet werden, zumal auch die Realisierung der Nordsaarlandstraße trotz intensiver Bemühungen aus Losheim, und das seit mehr als 15 Jahren, keine wesentlichen Fortschritte macht.

Ein weiteres wichtiges Thema, das von zentraler gesundheits- wie auch wirtschaftspolitischer Bedeutung ist, stellt der Erhalt des Krankenhausstandortes in Losheim dar. Hier hofft er auf eine positive Entscheidung des Trägers.

Auch das in Losheim seit Jahren diskutierte Thema, die Sanierung des alten Marktes stellte er in den Fokus seiner Betrachtungen. Hier wird zurzeit kräftig gebaut und in die Sanierung und Aufwertung dieses zentralen Platzes wird die Gemeinde rund ein halbe Million Euro investieren.

Auch in den Bildungsbereich (Schulen, Kindertagesstätten) hat die Gemeinde in den letzten Jahren rund 7 Mio. Euro investiert. Gut angelegtes Geld, wie er ausführte, ist es doch eine Investition in die Zukunft der Kinder und dient es auch der Zukunftssicherung der Gemeinde. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch die gute Resonanz auf die Oberstufe der Peter-Dewes-Gesamtschule, wo erstmalig im letzten Jahr das Abitur abgelegt werden konnte.

Aber auch ökologische Themen beleuchtete der Bürgermeister in seiner Rede. So wurde der Gemeinde erneut Platz 1 in der Solarbundesliga im abgelaufenen Jahr zu erkannt.

Ab Mitte 2014 werden rund 300 % des Haushaltsstromverbrauchs und 70 % des Gesamtstromverbrauchs in der Gemeinde mit erneuerbaren Energien erzeugt. In der Abfallvermeidung liegen die Bürger aus Losheim ebenfalls auf Platz 1 und profitieren so an einer niedrigen Müllgebühr. Auch die Akzeptanz des Wertstoffhofes hat sich, so die Worte des Bürgermeisters deutlich erhöht. Positiv wirkt sich hier auch die Kooperation mit Möbelbörse und Wertstoffhof und Second Handladen der LAI aus.

Weiterhin von großer Bedeutung für die Gemeinde ist der Tourismus. Er berichtete von nochmals gesteigerten Übernachtungszahlen, wobei der See, der Park der Vierjahreszeiten, die prämierten Wanderwege und die touristischen Dörfer Gäste aus ganz Deutschland anziehen. Durch den Tourismus werden ca. 30 Millionen an zusätzlichen Umsätzen in der Gemeinde pro Jahr erzielt.

Auch 2013 wurde in Losheim privat investiert. „Pro Seniore“ baut auf dem alten Sportplatz eine neue Seniorenresidenz, die KÜS Bundesgeschäftsstelle in Süd II ein neues Prüfzentrum und die zentrumsnahe Wohnanlage wird in 2014 zur Stärkung des Ortskerns beitragen.

Abschließend dankte Lothar Christ allen, die dazu mit beigetragen haben, dass sich in Losheim am See noch einiges bewegt, seien es die Unternehmen, private Investoren oder Privatpersonen. Einen besonderen Dank richtete er an die VLU sowie die zuständigen Mitarbeiter aus der Verwaltung, die mit ihren gemeinsamen Aktionen wie Messen, verkaufsoffenen Sonntagen und vielen anderen Dingen wesentlichen Drive und Anschub für den Wirtschaftsstandort gegeben haben.

Die Sicht des einheimischen Handels und hier im Speziellen der Automobilbranche betrachtete anschließend Joachim Müller rückblickend in seinem Redebeitrag.

Wie er ausführte, war das Jahr 2013 privat ein gutes Jahr für ihn und seine Familie, aber geschäftlich und für die Automobilbranche sicher eher nicht.

Die „Zahl 13“ zeigte sich in der Jahreszahl nicht als Glücksbringer für die Unternehmen in der Automobilbranche. Er sprach von dem zweitschlechtesten Jahr seit dem Mauerfall.

Dass Unternehmen aber aus Krisen und Talfahrten auch wieder gestärkt hervorgehen, machte er an dem Beispiel Porsche deutlich. Trotz schlechter Absatzzahlen nur noch eines marktfähigen Modells, die Fabrik war nur noch zu 40 % ausgelastet und die Mitarbeiter hatten eine 3-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich, verlor man bei Porsche nicht die Nerven. Neue Modelle sorgten für eine Renaissance bei Porsche und die Nachfrage stieg wieder an und die Produktion war voll ausgelastet.

Auch 2014 wird der Automobilbranche sicherlich wieder alles abverlangen, dabei wird die Müller Dynamik-Gruppe mit Optimismus an die Herausforderungen herangehen, wobei Wachstum wieder ganz oben auf der Agenda der Firmengruppe stehen wird, so der Firmenchef der Gruppe.

„Wachstum ist keine fixe Idee, sondern ein lohnenswertes gesellschaftliches Ziel“, so Joachim Müller.

Stolz berichtete er, dass die Müller Gruppe als einziges Saarländisches Unternehmen seit über 10 Jahren zu den 100 größten Autohandelsgruppen in Deutschland gehört, wobei diese Betrachtung sich nicht nur am Umsatz und der Anzahl der verkauften Neu- und Gebrauchtwagen orientiert, sondern auch an der Zahl und der Produktivität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Kundennähe mit wirtschaftlichen und selbstständigen Kaufleuten wird auch in Zukunft nicht durch den Online-Verkauf im Internet und die Digitalisierung der Märkte ersetzt werden können, obwohl dies zu immer mehr Änderungen im Kauf- und Konsumverhalten der Kunden führen wird. Hier muss der einzelne Betrieb mit gut geschulten, kompetenten und freundlichen Mitarbeitern gegenhalten, denn Kundennähe wird künftig das Kapital eines jeden Handelsbetriebes sein, so Joachim Müller abschließend.

Auch Staatssekretär Jürgen Barke sieht die Saarwirtschaft 2014 wieder im Aufwind. Nach zwei Jahren mit negativem Wachstum zeichnet sich ein Aufschwung ab. Für die Saarl. Landesregierung bleibt natürlich im Zeichen der Schuldenbremse die Konsolidierung des Haushaltes ein primäres Ziel, aber auch die Bedingungen für die Unternehmen müssen verbessert werden, so der Staatssekretär. Hierzu gehören die Optimierung der wirtschaftsnahen Infrastruktur sowie die Verbesserung der Förder- und Finanzierungsinstrumente, aber auch die Schaffung von Anreizen für Neuansiedlungen.

Wie Jürgen Barke weiter fortführte, hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie- und Verbraucherschutz mit hoher Schlagzahl seine Arbeit in der Koalition aufgenommen. Beispielhaft erwähnte er das neue Demografie-Netzwerk Saar, die vorgesehene Gründerförderung, das Aktionsprogramm Mittelstand, die grenzübergreifende Ausbildung, Energiebeirat und Energieberatung usw.

In der Warteschleife befinden sich noch Strategien für den ESF, EFRE, Interregprogramme, das Zukunftsbündnis Fachkräftesicherung, transparente Wirtschaftsförderung, die Weiterentwicklung des Gesundheitstourismus, ein neues Mittelstandsförderungsgesetz sowie die Novellierung des ÖPNV-Gesetzes.

Weiter will man von Landesseite mehr Mittel in die Wirtschaftsförderung stecken. Auch der Tourismus wird künftig ein Förderschwerpunkt sein. Rund 13 Millionen Euro stehen für private und öffentliche Projekte von Landesseite zur Verfügung. Losheim bezeichnete er als ein touristisches Schwergewicht, das vor allem im Wandertourismus vorbildlich aufgestellt ist. Darüber hinaus erwähnte er bereits getätigte Investitionen im Seeumfeld und noch anstehende Maßnahmen. Derzeit ist das Projekt „Stärkung des Seeumfeldes“ mit einer Investitionssumme von rund 2,7 Millionen Euro in der Feinabstimmung zwischen Gemeinde und Ministerium.

Aber auch die Mittelstandsförderung, ebenso die Fachkräftesicherung -und hier insbesondere im ländlichen Raum- stehen ganz oben auf der Agenda im Ministerium. Spezielle Programme und konkrete Hilfen für die Unternehmen werden angeboten.

Investieren will man auch in die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, die Städtebaufördermittel werden aufgestockt, so der Staatssekretär.

Weitere Themen und Aufgabenfelder wie Arbeitsmarktförderung, Energiewende, Kommunalfinanzen und föderale Ordnung werden die Landesregierung in Zukunft beschäftigen.

 

 

 


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