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Losheim am See - Lärmaktionsplan II. Stufe

Die Gemeinde Losheim am See war auf der Grundlage des § 47e (1) BImSchG verpflichtet eine Lärmaktionsplan gemäß EU – Umgebungslärmrichtlinie zu erarbeiten. Betroffen sind Straßenabschnitte in der Gemeinde Losheim am See mit einem jährlichen Verkehrsaufkommen von mehr als 3 Millionen KFZ (>8200 KFZ/d). Es handelt sich dabei ausschließlich um Bundes- und Landesstraßen.

Der Untersuchungsbereich beschränkt sich in der Gemeinde Losheim am See auf den Ortsteil Losheim und dort auf folgende Straßen bzw. Straßenabschnitte:

  • L 157, Merziger Straße, Saarbrücker Straße und Haagstraße in der Ortslage
  • L 369, Saarbrücker Straße in der Ortslage
  • B 268 sofern dort Bebauung unmittelbar angrenzt.

Die Lärmaktionsplanung umfasst eine Bewertung der Lärmsituation, eine Konflikt- und Betroffenheitsanalyse, eine Analyse vorhandener Planungen, die eigentliche Lärmaktionsplanung sowie eine Beteiligung der Öffentlichkeit und der betroffenen Behörden.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 07.07.2016 den Lärmaktionsplan beschlossen.

An den oben genannten Straßenabschnitten werden durch den Straßenverkehr die zulässigen Immissionsrichtwerte für Lärm überschritten. Daraus leitet sich ein Handlungsbedarf zur Verringerung der Lärmbelastung ab.

Der Lärmaktionsplan enthält einen Maßnahmenkatalog zur Aktionsplanung.

Als konkrete Maßnahmen werden genannt.

Kurzfristig:

·         Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in der Saarbrücker Straße und Merziger Straße auf 30km/h.

·         Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der B 268 in Höhe der Ortslage Losheim auf 70km/h. Für den Bereich der B 268 in Höhe des Stausee Losheim wird seitens der Gemeinde ergänzend gefordert die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70km/h durchgehend bis zur Einmündung L 158 auszudehnen.

Mittelfristig:

·         Verwendung eines lärmmindernden Belags für die Merziger Straße, Saarbrücker Straße, Haagstraße bei der nächsten Deckensanierung.

·         Allgemeine Maßnahmen zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) durch Verbesserung und Attraktivitätssteigerung des ÖPNV, des Radverkehrs und fußläufiger Verbindungen.

·         Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs an Landesstraßen

Es steht nun an den Maßnahmenkatalog schrittweise umzusetzen. Die von Lärm besonders betroffenen Straßenabschnitte unterliegen allerdings der Zuständigkeit und der Unterhaltungspflicht des Landes. Das gilt auch für einen Teil der zusätzlich vorgeschlagenen Maßnahmen an den Ortseingängen oder der Verbesserung Fahrradinfrastruktur. Die Gemeinde ist dabei für die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeiten und der Umsetzung baulicher Maßnahmen auf die Zuarbeit des Landkreises Merzig-Wadern als zuständiger Straßenverkehrsbehörde und des Landesamtes für Straßenwesen als zuständiger Behörde für Baumaßnahmen an Landesstraßen angewiesen. Sie wurden über die Lärmaktionsplanung informiert und um die Umsetzung der in ihrer Zuständigkeit liegenden Maßnahmen gebeten.

 


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